„Descape bietet Erlebnisse mit echten Menschen“ – Lena Felixberger im Interview

„Descape bietet Erlebnisse mit echten Menschen“ – Lena Felixberger im Interview

Mit Descape bieten Lena Felixberger, Heiko Strubel und Jens Ehne ihren Kunden kleine und größere Fluchten aus dem Arbeitsalltag: Für Tage oder Wochen kann man mit Descape den eigenen Job gegen einen ganz anderen tauschen. Pferdecoach, Schreiner oder Ranger im Regenwald: Authentisches Erleben steht immer im Vordergrund. Ich habe Lena Felixberger, eine der Gründer von Descape, zum Interview getroffen.

 

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Einige Descapes, die man bei Lena Felixberger und ihren Mitgründern buchen kann. (Alle Bilder: © Descape)

„Kleine, inspirierende Schreibtischfluchten – das wollen wir mit Descape ermöglichen“

Hallo Lena! In eurem Firmennamen „Descape“ steckt „escape“ – entfliehen. Dazu kommen wir gleich – aber wofür steht das „D“ am Anfang?

Descape ist eine Kombination aus „Desk“ und „Escape“. Das ist es kurz gesagt, was wir vermitteln wollen: kleine, inspirierende Schreibtischfluchten.

Descape, Lena Felixberger

Lena Felixberger, Mitgründerin von Descape. (Bild: © Cumulus Diaries)

Mit „Descape“ bietet ihr kleine Fluchten aus dem (Büro-) Alltag an. Gleichzeitig kann man dabei bei anderen – manchmal abenteuerlichen, manchmal außergewöhnlichen Jobs – über die Schultern schauen. Was unterscheidet Euer Konzept von anderen Erlebnis-Anbietern wie Jochen Schweizer oder mydays?

Bei uns steht die Community im Vordergrund, das heißt Erlebnisse bei echten Menschen. Konkret bedeutet das, ein Descape bei einem Bäcker fängt auch wirklich um vier Uhr morgens an und gibt einen authentischen Einblick in den Berufsalltag.

Wie findet ihr die Descapes? Nicht jeder kennt schließlich einen Ranger aus Costa Rica, den man ansprechen könnte…

Wir gehen einerseits auf Berufswünsche ein, die unsere Kunden an uns herantragen. Andererseits melden sich auch immer mehr Anbieter von selbst bei uns. Weil sie unser Konzept mögen, die Leidenschaft an ihrem Beruf weitergeben möchten – und nicht zuletzt, weil es eine zusätzliche Einnahmequelle ist.

Was nehmen die Teilnehmer mit, wenn Sie auf einem Descape waren?

Die Erfahrungen sind ganz unterschiedlich: für die einen ist es Inspiration, nach der sie aufgetankt wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können. Für andere ist es der Praxistest eines lange gehegten Berufstraumes oder tatsächlich der entscheidende Anstoß, sich beruflich neu zu orientieren.

Nun richtet Ihr Euch mit Eurem Angebot an die Arbeitnehmer direkt. Könnten denn nicht auch Unternehmen einen Descape Service anbieten, um deren MitarbeiterInnen die Chance für Entwicklung und den Blick über den Tellerrand zu ermöglichen?

Ja, absolut. Ein Descape ist eine zeitgemäße Form der Mitarbeiter-Incentivierung, die besonders Talente aus der Generation Y anspricht. Denn im Gegensatz zu einer „klassischen“ Reise nimmt man bei einem Descape wertvolle Erfahrungen, neue Skills und Inspiration mit an den eigenen Arbeitsplatz. Außerdem haben wir auch schon einige Anbieter, die Descape gezielt für’s Employer Branding einsetzen, um Talente zu rekrutieren.

Das klingt spannend. Wie setzt Ihr das mit Unternehmen konkret um?

Ein Beispiel ist die Werbeagentur VCCP in Berlin: Mit ihrem Descape als WerbetexterIn suchen sie nach talentierten Quereinsteigern und positionieren sich zugleich als innovativer Arbeitgeber.

Gab es schon mal jemanden, der seinen bisherigen Job nach einem Descape gekündigt hat und dann z.B. Winzer auf Mallorca geworden ist?

Bisher noch nicht. Dafür gibt es unser Angebot vielleicht einfach noch nicht lange genug. Aber ich glaube, das schönste Ergebnis ist es, wenn Menschen danach ihren Beruf wieder zu schätzen wissen und Fähigkeiten, die sie während des Descapes erlernt haben, anwenden können.

Ich wünsche Euch mit Eurem Projekt Descape viel Erfolg – und dass Ihr weiterhin mit Freude und Echtheit bei der Sache bleibt. Danke für Deine Zeit.

Über Descape

Descape

Bild: © Descape

Mit Descape ermöglichen Lena Felixberger, Heiko Strubel und Jens Ehne ihren Kunden „kleine, inspirierende Schreibtischfluchten“. Für einen Tag, eine Woche oder einen Monat eröffnet Descape einen Blick in eine andere (Berufs-) Welt. Der Descape-Anbieter teilt seinen Arbeitstag und sein Know-How: gemeinsames, authentisches Erleben steht bei Descape an erster Stelle. Beide Seiten profitieren von einem Descape: Neue Perspektiven, neue Erfahrungen und Austausch zwischen verschiedenen Welten bereichern sowohl Anbieter als auch Teilnehmer.

2018-10-02T10:24:43+02:003. Juni 2015|Featured, New Work|2 Comments

About the Author:

Stephan Grabmeier
Ich bin Chief Innovation Officer bei Kienbaum Consultants International und verantworte die Kienbaum Innovations-Garage. Wir designen Dinge neu und sorgen für ein Upgrade der Organisation. Darüber hinaus begleite ich Vorstände bei deren digitalen Transformation und Kulturwandel zu New Work.

2 Comments

  1. Avatar
    Jörn Hendrik 4. Juni 2015 at 22:08 - Reply

    Yay. Freut mich. Dann hat ein Treffen mit euch ja doch noch geklappt. Schöner Artikel Stephan.

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